Schon der Titel dieses Romans irritiert und weckt Neugier: „Nicht“. Ein ungewöhnlicher Titel, der Aufmerksamkeit erzeugt und auf eine besondere Geschichte hoffen lässt. Hinter diesem schlichten Wort verbirgt sich ein psychologisch angelegter Roman, der weniger durch Handlung als vielmehr durch innere Konflikte wirken möchte.
Mit Gesetz und Frau legt der Reclam Verlag einen Kriminalklassiker neu auf, der als einer der ersten Romane mit einer weiblichen Ermittlerin gilt. Mich hat besonders überrascht, wie gut sich der Text trotz seines Alters lesen lässt. Die moderne Übersetzung trägt sicher dazu bei, aber insgesamt wirkt der Roman in vielen Punkten erstaunlich aktuell.
Tadhg Mac Dhonnagáins Roman Madame Lazare ist ein sprachlich eindrucksvolles und atmosphärisch dichtes Werk, das sich zentralen Fragen von Identität, Erinnerung und kultureller Zugehörigkeit widmet. Besonders hervorzuheben ist die Rolle der Sprache vor allem des Irischen als Minderheitensprache, die dem Roman eine besondere Tiefe verleiht und ihn thematisch klar profiliert.
Geschichte muss nicht immer aus langen Texten und dicken Kapiteln bestehen. Das Buch „Deutschland. Die Geschichte eines interessanten Landes in Karten“ aus dem Katapult-Verlag zeigt, dass historische Entwicklungen auch visuell erzählt werden können. Statt klassischer Kapitel stehen hier Karten, Infografiken und kurze erklärende Texte im Mittelpunkt. So entsteht eine anschauliche Reise durch verschiedene Epochen und Themen der deutschen Geschichte.
Nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta in Hermannstadt reist Sine gemeinsam mit ihrem Vater zur Beerdigung nach Siebenbürgen. Als Kind war sie mit ihren Eltern nach Westdeutschland ausgewandert, doch auch viele Jahre später fühlt sie sich dort nicht wirklich zugehörig. Nach zwanzig Jahren kehrt sie nun in die alte Heimat zurück und sieht vieles, als wäre es das erste Mal.