Titelbezug Irrungen und Wirrungen

 

Botho verbrennt den Strauß, um sich von Lene und der Erinnerung zu befreien. Doch es glückt nicht, da er mit dem Symbol noch lange nicht das Symbolisierte vernichtet. 

 

Botho drückte jetzt auf die Feder und nahm, als das Fach aufsprang, ein kleines

Briefbündel heraus, das mit einem roten Faden umwoben war, obenauf aber, und wie

nachträglich eingeschoben, lagen die Blumen, von denen er gesprochen. Er wog das

Päckchen in der Hand und sagte, während er den Faden ablöste: „Viel Freude, viel Leid.

Irrungen, Wirrungen. Das alte Lied.” (S.178)

 

In obenstehendem Zitat findet man auch den Titelbezug - „Irrungen, Wirrungen”. Der Titel Irrungen, Wirrungen ist in erster Linie auf Botho und seine Entwicklung zu beziehen. Trotzdem gibt es kein einzelnes handelndes Subjekt, das die „Irrungen” auslöst. Es irrt und wirrt durcheinander. 

Doch bei Botho ist die Ambivalenz am deutlichsten ausgeprägt. Ebenso läßt sich seine Bemerkung als eine Ausrede vor sich selbst deuten dafür, dass er nicht in der Lage ist, seiner Frau genügend Liebe und Zuneigung entgegenzubringen. „Ein Aufflackern noch, und nun war alles vorbei, verglommen.“ (S.180)