Stil und Sprache Fontanes

 

„Meine ganze Aufmerksamkeit ist darauf gerichtet, die Menschen so sprechen zu lassen, wie sie wirklich sprechen.“7

 

Diese Äußerung Theodor Fontanes verdeutlicht in schlichter Einfachheit, welchen Stellenwert der Autor der Sprechweise seiner Romanfiguren beigemessen hat. Fontanes Schreibstil ist die klare Sprache. Jedes Kapitel wird in eine neue Handlung, mit meist einfachen Worten eröffnet. Auch bei langen Sätzen findet sich dieser Sprachstil wieder. 

Seine Sätze sind mit wenigen Worten inhaltsreich. Zudem lässt er gerne seine Person reden. Neben der Beschreibung äußerer Attribute, individueller Eigenarten und Handlungsweisen charakterisiert Fontane seine Romanfiguren durch die Art und Weise zu sprechen. Dadurch bekommt der Roman Dynamik und offenbart nicht unumstößliche, allgemeingültige Wahrheiten. Die Gespräche enthalten vielmehr ein Konfliktpotenzial. von miteinander konkurrierenden Sichtweisen, Widersprüchlichkeiten, Mehrdeutigkeiten und Doppelbödigkeiten, die zu Missverständnissen oder Enttäuschungen führen und nicht vollständig aufgelöst werden können.